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Tajmen - Der Traum eines jeden Anglers

by Aborigen (Nikolaj Gornastalev)

Aborigen, 11.02.10

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Neben dem sibirischen Tajmen und dem Donauhuchen gibt es tief im südlichen, fernen Osten noch eine ganz besondere Art des Tajmen. Den Sachalin Tajmen. Im Gegensatz zu seinen Verwandten lebt der Sachalin Tajmen sowohl im Süß- als auch im Salzwasser.

Der Sachalin Tajmen lebt in den Flüssen der Inserl Sachalin, der Pazifik Küste und vor allem auch rund um die Insel Hokkaido. Der Sachalin Tajmen ist ein aggressiver und kämpferischer Räuber. Leider ist der Tajmen in vielen, stark befischten Flüssen schon sehr selten geworden. Der Tajmen wächst nur langsam und besonders große Exemplare sind eine ganz besondere Trophäe.
 
 
 
Will man die ganz großen Tajmen fangen so muss man sehr, sehr tief (auch für sibirische Verhältnisse..) in die Wildnis vordringen. Dort hin wo sich nur ganz selten ein Mensch verirrt. An diesen Orten kann man, gerade an Herbsttagen, mächtige Schläge der Tajmenschwanzflosse auf das Wasser hören. Mit diesen Schlägen betäubt der Tajmen die kleiner Fisch um sie anschließend zu fressen.
 
 
 
Es ist nicht einfach einen solchen Riesen zu finden und noch schwieriger ihn zu haken und zu landen. So einen Fisch zu bewältigen ist wie ein wütendes Wildschwein mit dem Bogen zu töten oder einen Mustang mit einem Lasso zu fangen. Ruhm und Ehre dem Angler, dem das gelungen ist! 1992 hat Juri Orlow aus Chabarowsk einen 42 kg schweren Tajmen gefangen, der offizielle russische Rekord!
 
 
 
Zu Wasser ist der Tajmen der König der Fische. Zu Land herrscht ein anderes Tier – der Bär. Im Jahr 2003 gab es auf der Insel Sachalin etwa 3.500 Bären. Sie ernähren sich grundsötzlich von Beeren, Nüssen und Fischen während der Laichzeit. Ab und zu wenn es den Bären gelingt erlegen sie auch einen Hirsch.
 
 
Im Frühling wenn das Vieh in den Wäldern grast wird dieses oft von Bären überfallen. Dadurch werden die Viehbestände stark gefährdet. Manchmal Zerreisen Bären auf einen Schlag gleich mehrere Kühe oder Bullen. Dann wird es Zeit diesen gefährlichen Bären zu jagen und zu töten. Diese Jagd ist eine sehr gefährliche Sache und fremde Menschen dürfen daran nicht teilnehmen.
 
 
 
Da ich selbst vor einigen Jahren Vorsitzender der Jagd- und Anglergemeinschaft war, beschäftigte ich mich auch viel mit der Jagd auf Sachalin. Gerade die Jagd auf Rentiere ist eine spannende Angelegenheit und erfordert einen großen Spürsinn. Das Jagen auf Bären hingegen ist gefährlich. Der Bär wird bei Gefahr sein Leben verteidigen und zurückschlagen. Wenn es einen Jäger an Erfahrung uns Schnelligkeit mangelt kann es ganz schnell lebensgefährlich enden. Jahr für Jahr werden Überfälle von Bären auf Menschen verzeichnet.
 
 
 
In jedem Fall bietet der Ferne Osten Sibiriens und auch die Insel Sachalin noch unberührte Flecken und eine atemberaubende Natur. Ein echtes Abenteuer!